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Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung – Modellversuche 2015-2019

Das BIBB fördert 12 neue Verbundprojekte zur Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung (BBNE).

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Neuer BIBB Förderschwerpunkt gestartet: Modellversuche zur Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung

Mit sechs Millionen Euro fördert das BIBB im Auftrag des BMBF aktuell 12 neue Verbundprojekte im Rahmen des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2015–2019“. Aufbauend auf den Ergebnissen des vorherigen BIBB-Förderschwerpunkts „Berufliche Bildung für nachhaltige Entwicklung 2010–2013“ als Beitrag zur UN-Dekade "Bildung für eine nachhaltige Entwicklung 2005–2014“ soll es nun primär um die strukturelle Verankerung von nachhaltiger Entwicklung in der beruflichen Bildung gehen.

In den 12 Verbundprojekten sind 27 Verbundpartner beteiligt. Die Interdisziplinarität der Akteure sowie die enge Kooperation mit Betrieben, Ausbildungseinrichtungen und Promotoren zur Sicherung des Transfers waren wichtige Kriterien bei der Auswahl der Projekte. Somit konnten bereits vor Projektbeginn über 135 Praxispartner (Betriebe, Unternehmen, Bildungsträger, Ausbildungsverbünde, ÜBS, u.a.) und ca. 45 strategische Partner (Kammern, Fachverbände, Gewerkschaften, Landesinstitute, u.a.) von den Projekten für eine Zusammenarbeit gewonnen werden. Die Einbindung zusätzlicher Akteure ist geplant.

Der aktuelle Förderschwerpunkt ist in zwei Förderlinien unterteilt mit jeweils sechs Verbundprojekten und einer übergeordneten wissenschaftlichen Begleitung pro Förderlinie. In Förderlinie I werden domänenspezifische nachhaltigkeitsorientierte Konzepte zur Kompetenzentwicklung in kaufmännischen Berufen entwickelt, Förderlinie II beschäftigt sich mit Gestaltungslösungen für nachhaltige Lernorte (mehr dazu in der Förderrichtlinie, siehe Downloads). Im Folgenden werden die Projekte kurz vorgestellt.

Förderlinie I: Entwicklung von domänenspezifischen Nachhaltigkeitskompetenzen in kaufmännischen Berufen

FOENAKO: Das Berufskolleg an der Lindenstraße entwickelt und erprobt Konzepte zur Förderung berufsrelevanter Nachhaltigkeitskompetenzen sowie verschiedene Lehr-/Lernarrangements und digitale Lehr-/Lernmaterialien zu nachhaltigem Wirtschaften für Auszubildende und das Bildungspersonal im Einzelhandel.  Download Projektposter

GEKONAWI: Unter der Schirmherrschaft der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg werden zusammen mit der Universität Oldenburg Fortbildungsmodule für betriebliche Ausbilder im Bereich nachhaltiges Wirtschaften im Einzel- sowie Groß- und Außenhandel entwickelt, durchgeführt und evaluiert. Download Projektposter

INEBB: Die Bundesvereinigung Nachhaltigkeit e.V., LEMP Berlin Training UG und das Institut für Zukunftsorientierte ArbeitsGestaltung gGmbH entwickeln ein Weiterbildungsangebot für betriebliches Bildungspersonal im Fachbereich Einzel- sowie Groß- und Außenhandel einschließlich Curriculum und IHK-Zertifizierung sowie mindestens ein exemplarisches Lernmodul nachhaltiger Entwicklung für Auszubildende. Download Projektposter

Inno-BBNE: Ziel der Ludwig-Maximilians-Universität im Verbund mit der Georg-August-Universität Göttingen ist es, für den Aufbau nachhaltiger Gestaltungskompetenzen von Auszubildenden zu Kaufleuten im Einzelhandel ein lernortübergreifendes Lehr-/Lernarrangement zu entwickeln, zu erproben und zu verbreiten. Download Projektposter

InnoLA: Die Georg-August-Universität Göttingen entwickelt und erprobt ein interaktives Lern- und Assessmentmodul zu nachhaltigem Handeln zunächst für das ausbildende Personal mit späterer Adaption ausgewählter Module für Auszubildende. Die Branchenschwerpunkte liegen auf Spedition und Logistik. Download Projektposter

Pro-DEENLA: Von der Leuphana Universität Lüneburg im Verbund mit der Steinbeis-Innovationszentrum und Nachhaltigkeit GmbH werden domänenspezifische, nachhaltigkeitsbezogene Lernaufgaben für das Berufsbildungspersonal und Auszubildende konzipiert, erprobt, evaluiert und verankert. Dabei steht der Ausbildungsberuf „Kauffrau/-mann für Spedition und Logistikdienstleistung“ im Fokus. Curriculare Vorgaben, Prüfungsbedingungen und situative betriebliche Bedingungen werden berücksichtigt. Download Projektposter

Förderlinie II: Nachhaltige Lernorte gestalten

ANLIN: Die Verbundpartner Qualifizierungsförderwerk Chemie GmbH, Institut für nachhaltige Berufsbildung und Management-Services GmbH, Bildungszentrum für Beruf und Wirtschaft e.V. und Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH fördern nachhaltige Lernorte in der chemischen Industrie durch miteinander verknüpfte Maßnahmen der Organisations- und Personalentwicklung. Download Projektposter

Inno-NE: Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg entwickelt und erprobt zusammen mit der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr Hamburg ein Instrumentarium zum Innovationsmanagement und Kompetenzerwerb für nachhaltiges Wirtschaften in der beruflichen (Aus-)bildung für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) des stationären Einzelhandels. Download Projektposter

KoProNa: Die Universität Erfurt entwickelt und erprobt mit den Verbundpartnern Universität Paderborn, dem Arbeitgeberverband Thüringen (AGV) und dem Verband der Metall- und Elektro-Industrie in Thüringen (VMET) Konzepte zur Professionalisierung des Ausbildungspersonals für nachhaltige berufliche Bildung. Unternehmen sollen ausgehend von ihren spezifischen Rahmenbedingungen für das Thema Nachhaltigkeit sensibilisiert und bei der Organisation und Neugestaltung einer nachhaltigen Berufsbildung unterstützt werden. Download Projektposter

NAUZUBI: Die Universität Siegen und die Technische Universität Darmstadt arbeiten in gewerblich-technischen Betrieben mit „Nachhaltigkeits-Audits“, die sich primär an Auszubildende richten. Die Audits werden sowohl im Betrieb wie auch in der Berufsschule als vernetztes System begleitet und angeleitet und können dadurch Nachhaltigkeit an den Lernorten verankern und etablieren. Download Projektposter

NL-G: Der Verbund aus Viabono GmbH und der Universität Bonn untersucht die realen nachhaltigen Geschäfts- und Arbeitsprozesse im Bereich Gastronomie/Hotel und entwickelt darauf aufbauend ein betriebliches Gestaltungskonzept für nachhaltige Lernorte in dieser Branche. Download Projektposter

Q-EN-POLIS: Die Berufsförderungsgesellschaft des baden-württembergischen Stuckateurhandwerks mbH erarbeitet und erprobt im Verbund mit INTERVAL GmbH und FS Medien Qualitätsindikatoren für die Organisationsentwicklung von überbetrieblichen Ausbildungsstätten (ÜBS) im Ausbaugewerbe. Download Projektposter

Wissenschaftliche Begleitung

Der Modellversuchsförderschwerpunkt wird auf Programmebene wissenschaftlich begleitet. Dies beinhaltet übergreifende Modelle und Konzepte aus den Modellversuchen zu bündeln, die geeignet sind, die strukturelle Verankerung von nachhaltiger Entwicklung im Berufsbildungssystem umzusetzen.

Die Förderlinie I wird von der Universität Hamburg - Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik unterstützt. Prof. Dr. Werner Kuhlmeier, Prof. Dr. Thomas Vollmer, Sören Schütt-Sayed, Andrea Poetzsch-Heffter und Marc Kasper begleiten die Modellversuche wissenschaftlich.
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Das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) ist mit der Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der Förderlinie II betraut. Die wissenschaftliche Begleitung der Modellversuche erfolgt durch Susanne Kretschmer, Veronika Schlasze und Heiko Weber.
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Presse

Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung ausbauen

Die BIBB-geförderten Modellversuche zur Verankerung von Nachhaltigkeit in der beruflichen Bildung sind jetzt gestartet. Schwerpunkte sind kaufmännische Berufe und Lernorte. Das Programm wird am 7. Juni in Berlin vorgestellt.

Nachhaltigkeit strukturell in beruflicher Bildung verankern

Die neue Förderrichtlinie "Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung" ist veröffentlicht. Anträge können ab sofort beim BIBB eingereicht werden. Zur Auswahl stehen zwei Förderlinien.

Ministerin verkündet neuen Modellversuchsförderschwerpunkt

Ministerin Wanka betont die Bedeutung der Berufsbildung und verkündet neuen Modellversuchsförderschwerpunkt Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung im Rahmen der Nationalen Plattform zum Weltaktionsprogramm BNE.