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Modellversuche Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung 2015-2019

Neue Modellversuche „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung“ starten im Rahmen des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Der neue Modellversuchsförderschwerpunkt zielt auf eine strukturelle Verankerung von nachhaltiger Entwicklung in der Berufsbildung.

Neuer BIBB Förderschwerpunkt gestartet: Modellversuche zur Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung

Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) fördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) Verbundprojekte im Modellversuchsförderschwerpunkt „Berufsbildung für nachhaltige Entwicklung 2015–2019 (BBNE)“. Die Projektförderung mit schwerpunktübergreifender wissenschaftlicher Begleitung wird im Rahmen des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung 2015–2019“ durchgeführt.

Nachhaltige Entwicklung erfordert einen Paradigmenwechsel in Wirtschaft und Arbeitswelt. Sie benötigt einen Bewusstseinswandel und eine nachhaltigkeitsorientierte Gestaltungs- und berufliche Handlungskompetenz. Hierzu sollen die Modellversuche Lösungskonzepte entwickeln. Bewusstsein und Verantwortung für nachhaltige Entwicklung in der Arbeitswelt soll damit in das berufliche Handeln und in die berufliche Identität einfließen und zur Modernisierung und Attraktivität der Berufsbildung sowie zur Fachkräftesicherung beitragen.

Der Modellversuchsförderschwerpunkt misst der strukturellen Verankerung der zu entwickelnden Konzepte im Berufsbildungssystem besondere Bedeutung bei. Die Modellversuche sollen zum Leitgedanken des Weltaktionsprogramms „Vom Projekt zur Struktur“ beitragen. Es wird besonderer Wert darauf gelegt, dass Transferakteure, Prozess- und Machtpromotoren die Verstetigung der nachhaltigen Entwicklung in der Berufsbildung unterstützen.

In den 12 Verbundprojekten sind 27 Verbundpartner beteiligt. Die Interdisziplinarität der Akteure sowie die enge Kooperation mit Betrieben, Ausbildungseinrichtungen und Promotoren zur Sicherung des Transfers waren wichtige Kriterien bei der Auswahl der Projekte. Somit konnten bereits vor Projektbeginn über 135 Praxispartner (Betriebe, Unternehmen, Bildungsträger, Ausbildungsverbünde, ÜBS, u.a.) und ca. 45 strategische Partner (Kammern, Fachverbände, Gewerkschaften, Landesinstitute, u.a.) von den Projekten für eine Zusammenarbeit gewonnen werden. Die Einbindung zusätzlicher Akteure ist geplant.

Die Modellversuche werden in zwei Förderlinien gefördert, die sich auf Handlungsfelder im Weltaktionsprogramm beziehen.

I Entwicklung von Ausbildungs- und Qualifizierungskonzepten zur Nachhaltigkeit in kaufmännischen Berufen

Gefördert werden auf Auszubildende sowie das Berufsbildungspersonal ausgerichtete (Fach-)didaktische Konzepte für zum Beispiel Curricula, Lehr-/Lernmodule und prüfungsrelevante Lehr-/Lernarrangements. Ziel ist die berufsfeldspezifische Konkretisierung des nachhaltigkeitsorientierten beruflichen Handelns. Dabei werden Konzepte für kaufmännische Berufe in verschiedenen Bereichen (Groß-/Außen-/Einzelhandel; Logistik/Verkehr; Pflege/Gesundheit/Soziales) gefördert.

II Gestaltung eines nachhaltigen Lernortes in Berufsbildungseinrichtungen

Gefördert werden institutionelle Umsetzungskonzepte zur Konkretisierung eines nachhaltigen Lernortes in der dualen Berufsausbildung bei Ausbildungsbetrieben, überbetrieblichen Berufsbildungsstätten, beruflichen Schulen, Berufsbildungswerken und anderen Bildungseinrichtungen der dualen Ausbildung. Dabei sollen unter anderem Indikatoren eines nachhaltigen Lernortes entwickelt werden. Die Förderlinie fokussiert insbesondere auf kleine und mittlere Unternehmen als betriebliche Lernorte im dualen System.

Wissenschaftliche Begleitung

Der Modellversuchsförderschwerpunkt wird auf Programmebene wissenschaftlich begleitet. Dies beinhaltet übergreifende Modelle und Konzepte aus den Modellversuchen zu bündeln, die geeignet sind, die strukturelle Verankerung von nachhaltiger Entwicklung im Berufsbildungssystem umzusetzen.

Die Förderlinie I wird von der Universität Hamburg - Institut für Berufs- und Wirtschaftspädagogik unterstützt. Prof. Dr. Werner Kuhlmeier, Prof. Dr. Thomas Vollmer, Sören Schütt-Sayed, Andrea Poetzsch-Heffter und Marc Kasper begleiten die Modellversuche wissenschaftlich.
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Das Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) ist mit der Forschungs- und Entwicklungsarbeit in der Förderlinie II betraut. Die wissenschaftliche Begleitung der Modellversuche erfolgt durch Susanne Kretschmer, Veronika Schlasze und Heiko Weber.
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