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Entwicklung von domänenspezifischen Nachhaltigkeitskompetenzen in Berufen des Lebensmittelhandwerks und der Lebensmittelindustrie

Die Verbund-/Projekte der Förderlinie III

Als Erweiterung des Förderschwerpunkts „BBnE 2015-2019“ fördert das BIBB weitere Modellversuche mit BMBF-Mitteln. Die Förderlinie III fokussiert nachhaltigkeitsorientierte Kompetenzen in Lebensmittelhandwerk und -industrie.

In den sechs Modellversuchen der Förderlinie III werden domänenspezifische nachhaltigkeitsorientierte Konzepte zur Kompetenzentwicklung in Berufen des Lebensmittelhandwerks und der Lebensmittelindustrie entwickelt.

Nicht nur in Zeiten von Fleisch- oder Eierskandalen ist Ernährung ein zentrales Thema der Nachhaltigkeit: Für viele Verbraucher ist Ernährung inzwischen eng mit Gesundheit und Lifestyle verbunden, so dass die Nachfrage nach entsprechenden Produkten steigt. Lebensmittel sollen möglichst umweltschonend (bio) und sozial verantwortlich (fair) hergestellt und verkauft werden, dabei aber nicht zu teuer sein. Dies stellt die Produzenten vor soziale, ökologische und ökonomische Herausforderungen. Für Innovationen in Lebensmittelhandwerk und -industrie hin zu einer nachhaltigen Entwicklung sind daher nachhaltigkeitsorientierte berufliche Handlungskompetenzen der Beschäftigten erforderlich, die über die berufliche Aus- und Weiterbildung erworben werden.

In ausgewählten Berufsfeldern werden die Entwicklung, Erprobung und Verbreitung von lernortübergreifenden didaktischen Lehr-/Lernarrangements zur beruflichen Ausbildung für nachhaltige Entwicklung gefördert. Das Berufsbildungspersonal muss in die Lage versetzt werden, die zu vermittelnden Kenntnisse und Fertigkeiten mit Blick auf die ökologischen, ökonomischen und sozialen Folgen von Handlungsalternativen zu überprüfen und den Lernstoff so auszugestalten, dass die Lernenden befähigt und motiviert werden, ihre beruflichen Handlungen im Rahmen ihrer Möglichkeiten nachhaltigkeitsorientiert auszurichten.

Die Projekte der Förderlinie III

KORN-SCOUT: Die Technische Universität Berlin, das Wuppertal Institut, das Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung, das Bildungs- und Informationszentrum Berlin (EPIZ) e.V. zusammen mit der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe entwickeln branchenübergreifend Lehr- und Lernformaten zur Förderung von Kompetenzen für nachhaltiges Handeln im Kontext der Getreideverarbeitung. Im Rahmen dieses Modellversuchs werden die „Kornhabenden“ Berufe Müller, Bäcker, Konditor und Brauer/Mälzer sowie angrenzenden Berufsfelder in den Fokus gestellt.

NachLeben: Ziel der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg im Verbund mit der Hochschule Magdeburg-Stendal und der Agrarmarketinggesellschaft Sachsen-Anhalt mbH ist es, die Entwicklung und betriebliche Erprobung von lernortübergreifenden didaktischen Lehr- und Lernarrangements zur beruflichen Ausbildung für nachhaltige Entwicklung für die Ausbildungsberufe in der Lebensmittelindustrie und im Lebensmittelhandwerk. Die Erprobungsberufe des Projektvorhabens umfassen die dualen Berufsausbildungen Süßwarentechnologe/in, Fachkraft Lebensmitteltechnik, Brenner/in, Destillateur/in und Weintechnologe/in.

NaMiTec: Unter der Schirmherrschaft des Milchwirtschaftlichen Bildungszentrum der Landwirtschaftskammer Niedersachsen werden zusammen mit der Fraunhofer UMSICHT und der Universität Osnabrück Lehr- und Lernarrangements für die Implementierung von Nachhaltigkeitskompetenzen in die duale Ausbildung der Milchtechnologen entwickelt.

NaReLe: Ziel der Leuphana Universität Lüneburg im Verbund mit der Sustainable Food Academy ist es, nachhaltig ausgerichtete Lehr- und Lernarrangements für die Berufsausbildung zur Fachkraft für Lebensmitteltechnik zu entwickeln, zu erproben, zu implementieren und zu verbreiten.

NIB-SCOUT: Die Bäcker- und Konditoren-Vereinigung Nord e.V., die Universität Potsdam, Iconate Gesellschaft für Kommunikation und Medien mbH und k.o.s. GmbH entwickeln ein Kompetenzmodell sowie ein Lehr-Lern-Konzept und ein digitales Lerntool für die berufliche Ausbildung für nachhaltige Entwicklung im Bäckerhandwerk.

TRANS-SUSTAIN: Die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin zusammen mit k.o.s. GmbH entwickeln ein transversales Kompetenzrahmen sowie Instrumente für die Förderung von Nachhaltigkeit in kleinen und mittleren Betriebe des Fleischerhandwerks.